Compliance

KI-Risikobewertung nach AI Act: Welche Pflichten Ihr Unternehmen jetzt hat

Unternehmen müssen eine Risikobewertung ihrer KI-Systeme vornehmen und dokumentieren, welche Risikoklasse vorliegt.

~ 6 Min. Lesezeit

Die regulatorische Herausforderung

Ein Finanzdienstleister nutzt eine KI zur automatischen Bonitätsbewertung von Kunden. Er weiß nicht, dass diese Anwendung als Hochrisiko-KI nach Annex III des AI Acts eingestuft wird – mit umfangreichen Pflichten zur Risikoanalyse, technischer Dokumentation und menschlicher Aufsicht. Die erste Behördenanfrage kommt – und das Unternehmen kann keine einzige Risikobewertung vorweisen. Das Geschäftsmodell steht plötzlich auf dem Spiel.

Unser Beratungsansatz für KI-Risikobewertung nach AI Act

ST Beratung übernimmt die systematische KI-Risikobewertung für Ihr Unternehmen.

  • Schritt 1: KI-Inventar: Alle eingesetzten KI-Systeme listen und nach Einsatzzweck kategorisieren.
  • Schritt 2: Risikoeinstufung: Jedes System wird rechtssicher einer der vier Risikoklassen des AI Acts zugeordnet.
  • Schritt 3: Maßnahmenplan: wir konzipieren ein Risikomanagementsystem, erstellen die geforderte technische Dokumentation und etablieren die menschliche Aufsicht (Human Oversight). 4. Kontinuierliches Monitoring der Systeme.

Zahlen & Fakten

Die Compliance-Kosten für Hochrisiko-KI betragen ca. 10–20% der reinen KI-Investition. Die Pflichten zur Risikobewertung gelten ab August 2026 für Hochrisiko-Systeme insbesondere im HR- und Finanzbereich. Eine dokumentierte Risikobewertung kostet je nach Umfang 3.000–8.000 €. Eine fehlende Dokumentation bei einer Prüfung riskiert ein Bußgeld von bis zu 15 Mio. € oder 3% des weltweiten Jahresumsatzes.

Datenschutz & rechtliche Absicherung

Die KI-Risikobewertung ist verpflichtender Bestandteil des EU AI Acts über den gesamten Lebenszyklus des KI-Systems. ST Beratung erstellt nicht nur die zwingende Erstbewertung, sondern begleitet auch die laufend erforderliche Aktualisierung der Dokumentation.

Fazit

“Wir nutzen da so ein KI-Tool” – das ist keine ausreichende Antwort auf eine behördliche Anfrage. Die Risikobewertung ist absolute Pflicht. Und wer sie nicht vor dem Ernstfall hat, zahlt nicht nur für das Tool – er zahlt den Preis für das resultierende Bußgeld.

Kennzahl
bis 35 Mio. €
Vermeidung von AI-Act-Strafen
Quelle: Verordnung (EU) 2024/1689
Einsparpotential
25.000 – 100.000 €/Jahr

Unser Ansatz für Ki risikobewertung mittelstand ai act pflicht

1. Inventarisierung der Use-Cases
Wir erfassen alle aktuellen und geplanten KI-Schnittstellen in Ihrem Unternehmen, vom einfachen Marketing-Bot bis zur biometrischen Auswertung.
2. Mapping auf die 4 Risiko-Kategorien
Abgleich der Use-Cases mit dem EU-Stufenmodell (Minimales Risiko, Tranzparenzrisiko, Hohes Risiko, Inakzeptables Risiko).
3. Konzeption der Dokumentationspflichten
Erarbeitung benötigter Qualitätsmanagement-Systeme (QMS) und technischer Dokumentationen für Systeme, die in die Hochrisikoklasse fallen.

Häufige Fragen

In der Regel nicht, Textgeneratoren fallen meist unter 'minimales' oder 'Transparenz-Risiko'. Hochrisiko betrifft primär Systeme in der HR, Kreditvergabe (Scoring), kritische Infrastrukturen oder Medizintechnik.

Auch sogenannte 'Betreiber' (Deployer) von KI-Systemen haben weitreichende Pflichten. Wer ein General Purpose AI Model (GPAI) in seinen eigenen Fachprozess einklinkt, ist nach dem AI Act voll in der Pflicht.

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